Den Stoffwechsel besser verstehen


Die Körperzellen brauchen Wasser, und sie brauchen Brennstoff, den sie aus der Nahrung bekommen. Die Art der Nahrungsaufnahme – sowohl was als auch wie wir essen – hat deshalb höchste Bedeutung, vor allem für den Säure-Basen-Haushalt. Doch betrachten wir zunächst, wie Nahrung überhaupt verarbeitet wird. Kauen, die Vorverdauung im Mund »Gut gekaut ist halb verdaut«, heißt es zu Recht, und viele Verdauungsstörungen lassen sich durch gründliches Kauen und damit Einspeicheln der Nahrung verhindern oder beheben. Kauen ist der erste Verdauungsprozess, quasi eine Vorverdauung. Je besser die Nahrung schon im Mund aufgespaltet wird, desto schneller wandelt sich Stärke in Zucker um, und desto leichter haben es danach die Organe Magen und Darm. So beginnt beim Kauen die erste Alkalisierung, da der Speichel einen leicht basischen pH-Wert um 7,2 hat. Für den Säure-Basen-Haushalt noch wesentlicher ist – neben dem Aufspalten der Nahrung – die Pufferfunktion des basischen Speichels. Außerdem trägt der Speichel zur Verdünnung der aufgenommenen Säuren bei. Bei einem übersäuerten Menschen allerdings sind sowohl der Speichel als auch die Mundschleimhäute nicht mehr alkalisch, wodurch die Bakterienflora des Mundes sich verändert.


»Gut gekaut ist halb verdaut«


Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist in Richtung Gesundheitsstörung verschoben. Saures Milieu führt zur Entmineralisierung des Zahnfleisches (Parodontose) und zum Kalkentzug aus den Zähnen. Außerdem wird der natürliche Zahnschmelz angegriffen. Nachweislich erhöht eine Übersäuerung die Kariesanfälligkeit. Die hierzulande übliche säureüberschüssige Kost mit einem Übermaß an tierischem Eiweiß und Zucker begünstigt den Zahnverfall. Ihr mangelt es an wichtigen basischen Mineralien, Mineralsalzen, Spurenelementen und Vitaminen. Hinzu addieren sich die verbreiteten »weichen« Mahlzeiten und „schnellen“ Fertiggerichte (Fast Food), die ein ordentliches Kauen fast erübrigen. Leider nehmen uns kaum mehr Zeit, in Ruhe zu essen. Oft geschieht es nebenher. Dabei fördert gerade ausgiebiges Kauen die Sekretion von Speichel, der eine alkalische (basische) Reaktion ermöglicht und die Zahnzwischenräume säubert, also dort putzt, wo die Zahnbürste nicht hinkommt.






Von Fliegenden Fischen

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Michael Droste-Laux

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